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Was man einer handgemachten Tasche nicht ansieht

5. Okt.
3 Min. Lesezeit

Von außen sieht man eine Tasche.

Ein schönes Stück Stoff, ein Reißverschluss, vielleicht ein auffälliges Innenfutter und ein paar gut platzierte Nähte.

Fertig.

Oder?

Nicht ganz.

Denn was man einer handgemachten Tasche am Ende nicht ansieht, sind all die kleinen Schritte, Entscheidungen und Arbeitsstunden, die vorher passiert sind.


Entstehung einer neuen Statement Bag in rockigen rot, schwart und Leo Muster
Hier entsteht gerade ein neues Taschenmodel von Crockett´s Craft

Am Anfang steht meistens: „Den Stoff MUSS ich haben.“

Bei mir beginnt eine Tasche nicht unbedingt mit einem fertigen Plan.

Manchmal sehe ich einen Stoff und weiß sofort: Der muss mit.

Was daraus wird, weiß ich vielleicht noch gar nicht.

Eine Bauchtasche? Eine Kosmetiktasche? Eine Geldbörse? Eine Tasche, die ich eigentlich gar nicht geplant hatte?

Das entscheidet sich manchmal erst später.

Und genau das macht für mich einen großen Teil von Handmade aus: Dinge ausprobieren, kombinieren und aus einer Idee irgendwann ein fertiges Produkt entstehen lassen.


Dann kommt der Teil, den man später nicht mehr sieht

Bevor eine Tasche fertig vor mir liegt, wird geplant, gemessen und zugeschnitten.

Welches Schnittmuster passt?

Wie groß soll die Tasche werden?

Welcher Reißverschluss passt dazu?

Welches Innenfutter macht die Kombination komplett?

Und natürlich muss am Ende auch alles sauber verarbeitet sein.

Denn nur weil etwas handgemacht ist, heißt das für mich nicht, dass ich bei der Verarbeitung fünf gerade sein lasse.

Im Gegenteil.

Ich möchte, dass eine Tasche nicht nur gut aussieht, sondern auch ordentlich gemacht ist.


Stoff aussuchen ist übrigens Arbeit. Wirklich.

Wer selbst näht, kennt das wahrscheinlich:

Man kann sehr lange damit verbringen, Stoffe anzuschauen.

Sehr lange.

Und dann kommt die schwierige Frage:

Was passt dazu?

Manchmal ist die Entscheidung sofort klar.

Manchmal liegen fünf Stoffe nebeneinander und ich starre sie an, als würde gleich eine höhere Macht die richtige Kombination verkünden.

Und manchmal wird aus genau dieser Suche eine Kombination, die am Ende besser funktioniert als ursprünglich gedacht.


Nähen ist nur ein Teil des Jobs

Das ist wahrscheinlich das, was viele gar nicht sehen.

Wenn eine fertige Tasche fotografiert wird, sieht niemand, wie viel Arbeit vorher passiert ist.

Und wenn sie anschließend in meinem Onlineshop landet, ist die Arbeit ebenfalls noch nicht vorbei.

Dann kommen Produktfotos.

Beschreibung schreiben.

Maße angeben.

Preis kalkulieren.

Produkt einstellen.

SEO.

Keywords.

Meta-Beschreibung.

URL.

Und irgendwann sitze ich da und denke:

Ich wollte doch eigentlich nur nähen. 

Aber ein Handmade-Shop besteht eben nicht nur aus der Nähmaschine.


Auch hinter einem Foto steckt Arbeit

Eine Tasche fotografieren klingt zunächst ziemlich einfach.

Tasche hinlegen.

Foto machen.

Fertig.

Schön wär's.

Welcher Hintergrund?

Welches Licht?

Welche Perspektive?

Wie sieht der Stoff auf dem Foto tatsächlich aus?

Was muss man zeigen, damit man die Tasche nicht nur hübsch findet, sondern auch versteht, wie groß sie ist und wofür man sie benutzen kann?

Und dann werden Fotos gemacht, angeschaut, wieder gemacht und irgendwann für gut befunden.

Denn auch ein kleines Handmade-Unternehmen braucht vernünftige Produktfotos.


Und dann kommt Google um die Ecke

Ja, auch das gehört inzwischen zu meinem Alltag.

Ich nähe Taschen und beschäftige mich gleichzeitig damit, wie Google diese Taschen überhaupt findet.

SEO – drei Buchstaben, die wahrscheinlich kein Mensch vermisst, bevor er einen Onlineshop eröffnet.

Aber wenn man möchte, dass die eigenen Produkte online gefunden werden, kommt man daran nicht wirklich vorbei.

Also werden Texte geschrieben, Suchbegriffe überlegt, Seiten optimiert und anschließend gespannt auf die Search Console geschaut.

Und dann freut man sich über drei zusätzliche Klicks, als hätte man gerade den Jackpot geknackt.

Wer einen kleinen Handmade-Shop betreibt, weiß vermutlich genau, was ich meine.


Was man am Ende sieht

Am Ende steht dann diese eine Tasche vor mir.

Sauber genäht.

Ausgesuchte Stoffe.

Passendes Innenfutter.

Ein fertiger Reißverschluss.

Vielleicht eine Außentasche, ein besonderer Henkel oder ein auffälliger Stoff.

Und plötzlich sieht alles ganz einfach aus.

Das ist das Verrückte an Handarbeit.

Das fertige Produkt soll am Ende selbstverständlich aussehen.

Aber selbstverständlich war es nicht.


Was eine handgemachte Tasche wirklich besonders macht

Handmade bedeutet für mich nicht, dass etwas absichtlich unperfekt sein muss.

Handmade bedeutet, dass jemand dahintersteht.

Jemand hat den Stoff ausgesucht.

Jemand hat sich Gedanken über Form und Funktion gemacht.

Jemand hat zugeschnitten, genäht, kontrolliert und fertiggestellt.

Und bei Crocketts Craft steckt eben noch ein bisschen mehr dahinter:

Fotos machen, Produkte einstellen, Texte schreiben, SEO betreiben, Instagram bespielen, Märkte vorbereiten, Kundenfragen beantworten und zwischendurch tatsächlich auch noch Taschen nähen.

Das alles sieht man einer fertigen Tasche nicht an.

Aber es steckt drin.

Und vielleicht ist genau das einer der schönsten Gedanken an handgemachten Produkten:

Du kaufst nicht einfach nur eine Tasche.



Du kaufst ein Produkt, hinter dem ein Mensch steht.

Eine Idee.

Zeit.

Arbeit.

Und ziemlich viel Herzblut.

Das sieht man nicht immer. Aber ich weiß, dass es da ist.

Das ist Crocketts Craft.


„Wenn du dir meine handgemachten Taschen und Accessoires anschauen möchtest, findest du sie direkt bei Crocketts Craft.“

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